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dritte Spiel-Session: Pets, Farm, Haus

Dieser Blog-Eintrag behandelt, wie bereits angekündigt, die “besonderen” Features von HKO, die ich weiters herausfand: über Pets, die spieler-eigene Farm und die Spielerhäuser.

Achtung: auch in diesem Blog-Eintrag ist wieder Ehrlichkeit statt Schleimerei angesagt ;)

Der vorhergehende Blog-Eintrag dazu ist hier zu finden: über Eindruck vom Questen und Kämpfen in der zweiten Spielsession von HKO

Haustiere Item-Shop

Pets:

Nachdem ich durch Sanrio Harbour durchgequestet hatte, kam ich in Florapolis an. Dort sah ich Spielerfiguren vorbeikommen, hinter denen je ein tierartiges Wesen herlief. Ganz klar - das mußten die berüchtigten Pets - also “Haustiere” - sein. Aber wie kamen Spieler nun eigentlich dazu, so ein Tierchen mitführen zu können, und vor allem: wie würde ich dazu kommen?

Pet Tutorial02

Durch das Pet-Tutorial erhält man ja schon einen kleinen Hinweis auf eine Art, ein Pet zu erlangen; nämlich indem zufällig eine Haustierkarte von einem besiegten Monster “droppt”.

Über die anderen Möglichkeiten findet man leider erst später im Spiel heraus - das Item-Shop bietet (wenn es wieder da ist) einige lustige Pets an; ab London kann man (mit genügend Freundschaftspunkten durch Erquesten) die drei Tierarten aus Sanrio Harbour kaufen, und man erhält bei Quests in Paris ein boxpig ebenso wie ein Snapbeam (Zucht).

quest pet

Auch, wie man so ein Pet denn “halten” muß und welche Vorteile es bringt, wird ingame nicht erläutert.

Es dauerte aber bei mir nicht allzu lang, und ich bekam durch Zufall tatsächlich durch das häufige erzwungene Kämpfen unterwegs noch während der ersten Quests in Florapolis eine Pet-Karte. Mit dieser konnte ich durch Versuch & Irrtum lernen, wie man mit Haustieren umgeht und ihre Stufen steigert.

Kartensammlung Lager

Schön an den Pets ist: in HKO existiert eine riesige Auswahl davon; und viele der Tierchen sind super-süß oder witzig. Man kann 53 Pet-Karten von normalen Kreaturen ergattern, 41 “Bosse”, 8 züchtbare Pets - und sogar noch weitere Tiere aus dem Item-Shop, bzw. bei Events.

Das Sammeln der knuffig-lustigen Tierchen ist wirklich interessant - besonders für sehr ehrgeizige Spieler, die bereit sind, im Solospiel viele Tage bis Monate an Spielzeit in die dafür nötigen eintönigen Kampfaktivitäten zu stecken. Wie mich zum Beispiel.

Haustierkartenkauf

Wer pokemon-artige Spiele liebt, kommt hier voll auf seine Kosten - auch wenn die Art, die Tiere zu ergattern und sie “hochzuleveln” in HKO nur leider (noch?) überaus langweilig ist. Für ein (an sich) kostenloses Spiel ist das Haustier-Halten jedoch noch immer ein sehr nettes Feature.

Ob die Art, wie man in HKO Pets hält, für Kinder geeignet ist, bezweifle ich eher. Ich habe ja selbst Haustiere und finde daher gar nicht, daß man durch die tamagotchi-artige HKO-Pet-Pflege wirklich etwas für die eigene “echte” Haustierhaltung lernen kann.

Brushtail Karte

Man muß die Ingame-Tiere oft durch Streicheln bei Wohlbefinden halten, weil sie sonst davonlaufen und für immer verschwinden; was für Kinder durchaus eine Lektion sein könnte. Aber man muß in HKO die Tierchen auch noch überaus häufig füttern; alle paar Minuten - und das ist doch ganz anders als bei einem echten Tier (das würde an Fettsucht eingehen).

Pets werden zudem nicht nur recht schnell hungrig, wenn man sie mit sich führt, sondern leider auch, wenn sie eigentlich inaktiv sind (im Haustierfenster, also wenn man die Karte mal rechtsgeklickt hat), was ich doch etwas zu fordernd finde für Kinder.

Pet zurück zu Karte

Man kann Pets nicht jederzeit zu einer Karte zurückverwandeln, weil sie sonst alle Erfahrungspunkte über der zuletzt erlangten Stufe verlieren; und vor allem muß man gut darauf achten, daß sie nicht ganz rasch unglücklich werden und futsch sind, wenn sie mit nicht-kompatiblen anderen Haustieren zusammenkommen.

Das letztere ist meiner Ansicht nach für Kinder absolut ungeeignet erdacht worden.

Die generelle Pet-Haltung bekommt man im Spiel zwar vage in Paris erläutert, allerdings viel später, als die meisten durch Zufall, Kauf oder Geschenk ihr erstes Pet erhalten.

Pet Hunger

Ich begegnete daher einigen Spielern, die nicht verstanden, was die Hunger- oder Unwohlfühl-Emotes bedeuteten; und mehrere andere erzählten mir, daß ihr Pet ganz plötzlich auf Nimmerwiedersehen davongelaufen war - bevor sie noch begreifen konnten, warum eigentlich.

Als Erwachsene machte mir es mir zwar nichts aus, das alles und noch mehr selbst herauszufinden; aber bei Kindern dürfte doch wohl ein ziemliches Geschrei losgehen, wenn sie ein Pet verlieren…

Boxpig Inventar

Erst beim Erhalt einer Boxpig-Karte lernte ich auch, daß nicht alle Pets irgendwann Inventarplätze hinzugewinnen können; sondern daß nur bestimmte Tierarten eine von vornherein fix festlegte und unveränderliche Anzahl von Zusatzinventar bieten. Das fand ich ungeheuer schade, muß ich sagen.

Und ich fand durch Beobachtung heraus, daß Pets nicht nur rein zufällig beim Füttern Erfahrung gewinnen, sondern auch immer genau einen Punkt bei jedem Rohstoffsammeln - jedoch nie auf der Farm oder beim Handwerk; was ich bedauerlich finde. Genauso wie die absolute Unmöglichkeit, die Werte (beim Stufenaufstieg) oder das Äußere der Tiere zu beeinflussen…

Petfood

Sehr lustig finde ich hingegen die Möglichkeit, auch Pets anderer Spieler füttern und streicheln zu können; ich hätte ja gern noch viel mehr solcher Aktivitäten; die ein Tier auch verbessern dürfen - vielleicht durch bestimmte Arten von aufwendig gekochtem Tierfutter?

Farm:

Ich war sehr überrascht, als ich schon wenige Minuten nach der Ankunft in Florapolis meine eigene Farm betreten durfte, ohne dafür etwas tun zu müssen. Eigentlich kann man sogar schon von Beginn des Spiels an in Florapolis zur eigenen Farm; nur weiß man das als Anfänger freilich noch nicht.

Einsteigerfarm

Noch viel größer war meine Freude über die Entdeckung des großen Lagers, das zur Farm gehört - in anderen MMORPGs übernimmt das eigene Haus oder Zimmer diese Funktion; und diese “Housing”-Features sind für gewöhnlich recht teuer an Spielgeld oder aufwendig zu beschaffen.

Schöner wäre es allerdings gewesen, wenn ein NPC in HKO einen Hinweis auf dieses Lager gegeben hätte, denn es dauerte doch recht lang, bis ich es entdeckt hatte.

Farmlager

Dafür war ich wiederum vollkommen davon begeistert, als ich feststellte, daß sich Spieler über die Farmen sehr praktisch von jeder Stadt aus treffen können. Als Treffpunkt sind die Farmen wirklich wundervoll geeignet!

Mametas Kekse

Recht bald nach der Inbesitznahme meiner Farm tauchten daher dort immer wieder andere Spieler auf, um mir Manetas ungenießbare Kekse zu überreichen - die ich leider nur wegwerfen statt auffuttern konnte.

Ich war schon sehr neugierig auf das Bepflanzen und Gestalten der eigenen Farm. Leider gestaltete sich das Anbauen von Pflanzen ein wenig langweilig, dafür war’s aber nicht sehr kompliziert; und vor allem war die Graphik der Pflanzen mal wieder zum Anbeißen anzusehen!

erste Farm

Natürlich beging ich gleich mal den Fehler, große Pflanzen direkt vor den kleineren anzupflanzen und damit die kleineren vollständig zu verdecken. Wäre es nicht möglich gewesen, die Szenerie dafür ein ganz klein wenig zu verschieben?

Ziemlich unverständlich fand ich zudem, daß man jede einzelne Pflanze 5x abhacken mußte, um sie ganz verschwinden zu lassen. Wäre da nicht ein zusätzlicher Button (zum Holzhacken und Pflücken extra noch) sinnvoller; nämlich auf einen Knopfdruck die Pflanze “ausreißen”/entfernen?

Pflanzen Aktionen

Zudem wurde es mir mit der Zeit wirklich lästig, daß unglaublich viel “Müll” beim Ernten anfiel. Wenn ich zum Beerensammeln gehe, dann greife ich doch nicht blindlings in den Busch hinein und wundere mich dann, wenn ich nur eine Handvoll verwelkter Blätter oder gar Ungeziefer herausziehen kann?!

Sinnlos nervig fand ich außerdem die “Farmtage”, nach denen - auch bei Aufenthalt außerhalb der Farm - die Pflanzen verwelken. Mit diesem System können die Spieler eine hübsch gestaltete Farm doch unmöglich lang aufrechterhalten!

Farmtag

Schließlich möchte man auch länger questen, Events mitmachen, mit Freunden zusammenstehen oder weit herumreisen können; ohne ständig einen Zwischen-Stop auf der Farm machen zu müssen und dort zeitaufwendig alles zu gießen.

Obwohl ich gehört hatte, daß mehrere Spieler auf einer Farm zusammenarbeiten konnten, klappte das bei den Level-1-Farmen prompt nicht. Warum denn nicht, wenn HKO doch ein Multiplayerspiel ist? Wieso muß man dazu erst eine Farm mit Mindeststufe 4 besitzen? Das sehe ich heute noch nicht ein.

Farmausschnitt Geist

Das alles war zwar etwas enttäuschend, jedoch nicht wirklich schlimm genug, um mich zu entmutigen. Erst, als ich bemerkte, daß meine kleinen geliebten Pets auf der Farm keinen Erfahrungszuwachs erhielten; fing ich an, die Arbeit auf der Farm zu vermeiden, wann immer ging…

Ich muß sagen, daß ich mit HKO mit absoluter Sicherheit zu spielen aufgehört hätte, wenn die Farm Stufe 4 zu meiner Spielzeit so wie heute entweder mit Outgame-Aktivitäten zu erarbeiten gewesen wäre oder nur per Item-Shop erhältlich. Da hätte mich auch die Vorfreude auf ein eigenes Haus nicht genügend motivieren können…

Farmverwalter

Glücklicherweise war das damals noch nicht so; ich mußte für ein Farm-Stufe-4-Zertifikat nur recht viel (für HKO-Anfänger sind ein paar tausend HKO-$ eben viel) Spielgeld “ergrinden”, welches ich wenigstens im Spiel “verdienen” konnte.

Anfangs war ich außerdem noch sehr angetan von den vielen Farm-Varianten, die ich im Farmverwalter als Vorschau sehen konnte. Wenn das Spiel noch weiter verbessert wird, möchte ich mir gern eine der graphisch herrlich gestalteten Farmen hoher Stufe leisten.

Farm Stufe20

Komisch ist nur, daß zwar in der Vorschau des Farmverwalters Farmen bis zu Stufe 20 gelistet sind, aber das Maximum an Stufe der erhältlichen Farmen im Item-Shop zu meiner Spielzeit immer nur 12 war.

Vielleicht warte ich daher doch besser mit einem Kauf, bis es einmal endlich diese Farmen Stufe 20 im Item Shop gibt. Denn sie scheinen durchaus bereits fertig erstellt worden zu sein, wie man beispielsweise an der Farm im Dream Carnival sehen kann.

Itemshop Häuser

Haus:

Naja, eigentlich sind wir noch bei der Beschreibung des dritten Spiels. Aber damals dachte ich tatsächlich noch, daß es möglich sein würde, sich schon so früh im Spiel ein eigenes Haus zuzulegen; wie es in den meisten MMORPGs üblich ist. Und im Prinzip ist das auch möglich - aber nur, wenn man sein Häuschen im Item-Shop kauft.

Strohhaus01

Das habe ich nicht getan. Irgendwie hoffte ich stattdessen von Quest zu Quest, daß sich nun sicher schon bald ein Häuschen würde bauen lassen. Allerdings, so fand ich dann heraus, sollte es noch recht lange dauern, bis das erste Haus ingame durch eine Quest in London verfügbar wurde.

Als das endlich soweit war, stellte ich wieder einmal ernüchtert fest, daß ich mir auch hierbei etwas zu hohe Erwartungen gemacht habe - und ebenso über die Möbel, die man sich basteln konnte, um das von außen so nette Häuschen einzurichten.

Haus Beijing

Vor allem sollte man wissen, daß man ingame nur zwischen zwei bis drei möglichen Haus-Stilen wählen kann, und diese alle nur je ein einrichtbares Zimmer enthalten. Es ist natürlich nicht möglich, mehr als ein Haus auf seine Farm zu stellen.

Es gibt gute und weniger gute Dinge, die ich über die Häuser denke - zu den guten gehört auf jeden Fall die relative Freiheit des Plazierens von Möbelstücken im Raum; und vor allem das Äußere der meisten wieder mal sehr nett und detailreich gezeichneten Gebäude.

Haus rosa

Im Item-Shop gibt es eine wirklich überaus phantasievolle und ansprechende Auswahl an vielen Häusern. Gut ist auch, daß man das Farm-Lager nicht verliert, wenn man ein neues Haus baut - aber man muß alle entfernbaren Möbel aus dem Haus rausnehmen, sonst sind sie weg.

Die Anforderungen an Rohstoff-Mengen für die Häuser empfand ich als schon sehr hoch, aber für quasi kostenlose Bauten wiederum schon ganz in Ordnung. Für Häuser aus dem Item-Shop würde ich hingegen nicht so viel Material herankarren wollen, wenn ich bereits reales Geld dafür gezahlt hätte.

Happy Builder

Auch nicht sonderlich gefiel mir, daß man erst ein Minispiel schaffen mußte, bevor das Haus gebaut werden konnte. Und die Bauzeit, die man mit der Figur auf der Farm verbringt, schien nur ein Trick zu sein, um die Spieler künstlich verlängert im Spiel zu halten - jedoch nicht mit sinnvoll verbrachter Spielzeit.

Schade auch, daß trotz der Werbung, die behauptet, daß man in HKO alles mögliche “kreieren” könne, das Haus weder in der Farbe oder in seinen Teilen selbst gewählt und zusammengestellt werden konnte. Noch seltsamer: nicht einmal Wände und Böden können eingefärbt werden.

Raum

Kauft man ein Haus im Item-Shop, sollte man vorher herausfinden versuchen, wie viele Zimmer es hat; denn es gibt einige Häuser mit mehreren einrichtbaren Räumen und andere mit nur einem Raum. Die Räume haben zum Teil eigenartige Einkerbungen an den Ecken, die ein Einrichten etwas kompliziert und unnatürlich gestalten.

Durch ein Haus wird nicht mehr Lager-Platz geschaffen; lediglich natürlich für Einrichtungsgegenstände. Von diesen sind manche ein klein wenig animiert, wenn man sie rechtsklickt, jedoch nicht viele. Auch kann man die Möbel nur in zwei mögliche Richtungen drehen, was das Einrichten ziemlich erschwert.

Dekorationsmodus

Am traurigsten bin ich jedoch darüber, daß die Möbel in so geringer Auswahl zur Verfügung stehen und nicht umgefärbt werden können; obwohl man im Spiel durchaus einige Farben herstellen kann. Von diesen sind allerdings immer ein oder zwei Töpfchen den Rezepten fix zugeordnet und können nicht nach Belieben ausgetauscht werden.

Will man eine wirklich edel, hübsch oder interessant aussehende Einrichtung haben, muß man sich daher im Item-Shop bedienen. Aber man wird gleichzeitig dazu wenig motiviert, weil die Möbel oder Räume ja nicht wirklich irgendeine spielrelevante Funktion ausüben…

Danielstatue

Soviel zu den als besonders attraktiv angepriesenen Features in Hello Kitty Online, wie ich sie dann in Realität erlebt habe. Natürlich wird nicht jeder so harsch darüber denken. Und generell muß man sowieso immer in Betracht ziehen, daß man hier ein kostenloses Spiel spielt und daher freilich seine Erwartungen nicht allzu hoch stecken sollte.

Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul, heißt es ja. Mir hingegen wäre es lieber, wenn mich das Spiel in seinen Features noch mehr begeistern könnte, sodaß ich mich verführt fühlen würde, auch etwas von meinem Geld hineinzustecken. Ich bin halt von der Sorte Mensch, die wirklich gern etwas unterstützt, was unterstützenswert erscheint.

Trailer001

Ich denke, daß Leistung es wert ist, bezahlt zu werden; wobei ich freilich für mich selbst festlege, was ich jeweils für angemessen halte. Ich denke, daß Hello Kitty Online in seinen Grundzügen schon sehr, sehr viel bietet, was sich mit nur wenig Aufwand zu einem geradezu süchtig-machenden Spiel voller Freiheiten und Möglichkeiten ausbauen ließe.

Für die Features, bei denen es sich nicht wirklich lohnt, sie zu rollenspiel-gerechten Systemen mit dem angepeilten spielerischen Attraktivitätsfaktor umzubauen, empfehle ich, darüber in der Werbung ab sofort nicht mehr zu viel zu versprechen. Weil das sonst bei Spielern deutlich zu hohe Erwartungen erzeugt, die ganz logischerweise schnell von der Wirklichkeit enttäuscht werden.

Wegweiser mit Plan

Damit komme ich zu einem Ende über meine Eindrücke, die ich beim Spielen von Hello Kitty Online gewonnen habe; und über die Überlegungen, die sie angeregt haben.

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